Spendenlauf für Kinder in Kenia 23.02.2025
Ich habe daher entschieden bei für die Organisation Simba for Kids spenden zu sammeln. Die Organisation wurde vor einigen Jahren vom Westschweizer Marathonläufer Julien Lyon zusammen mit seiner kenianischen Frau gegründet. Simba for Kids stellt Kindern einen Ort zur Verfügung an dem sie nach der Schule Ihre Hausaufgaben machen können und einen Spielplatz zur Verfügung haben. Weiter wird das Spendengeld dazu genutzt lokale Schulen oder in Einzelfällen Familien direkt zu unterstützen.
Meine Idee ist daher einen 1h Spendenlauf zu organisieren, bei dem eure Familie und Freunde euch pro gelaufenen Kilometer eine Spende geben.
Unten findet Ihr das Spendlaufblatt mit den nötigen Infos, der Lauf findet am 16.03.2025 statt. Wir Treffen uns um 10:00 Uhr beim Dorfschulhaus in Wängi und Laufen dann gemeinsam zum Start der Runde. Für Getränke nach dem Lauf ist gesorgt.
Ich wäre froh wen Ihr mir per Whats App (078/914 02 95) kurz bescheid geben könnt wen Ihr Teilnehmen möchtet, damit ich weis wie viele ca. kommen.
Trainingslager Kenia 3.&4. Woche 26.01.2025
Die dritte Woche war die Intensivste Trainingswoche, da ich am Freitag in der vierten Woche wider nach Hause geflogen bin.
Das erste intensive Training der dritten Woche war ein Fahrtspiel mit einer kenianischen Trainingsgruppe. Das Programm war 10x1min mit 1min Trabpause. Ich war an diesem Tag der einzige westliche Läufer der am Fahrtspiel teilgenommen hat.
Die erste Minute wurde ganz langsam gejoggt, danach ging die Post ab. Ich konnte ca. 3min mit den langsamsten mithalten bevor ich den Anschluss verlor.
Da das Fahrtspiel mehrheitlich berghoch ging und die Trabpause der Kenianer schneller als meine Belastungen war ging es nicht lange bis ich den Grossteil der Gruppe nicht mehr gesehen habe. Nach meinem letzten Intervall habe ich eine Kenianerin überholt mit welcher ich dann den Rest der Runde locker ausgelaufen bin.
Am Dienstag Nachmittag haben wir eine lokale Primarschule besucht und den Kindern etwas Süsses sowie Schulmaterial mitgebracht.
Es war erschreckend unter welchen einfachen Bedingungen die Kinder Unterrichtet wurden.
In dieser Primarschule gibt es ca. 900 Kinder im Alter von 6-12 Jahren, die überdachte Cafeteria bietet jedoch nur Platz für ca. 50 Kinder.
Laut dem Lehrer essen die restlichen Kinder daher auf der Wiese Ihr Mittagessen.
Für einige der Kinder ist das Mittagessen in der Schule die Hauptmahlzeit da sie zuhause nur wenig essen haben.
Diese Eindrücke haben mich dazu bewegt etwas für diese Kinder zu machen, daher werde ich in den nächsten Wochen einen kleinen Spendenlauf machen bei dem ich für Simba for Kids Geld sammeln möchte.
Wie das genau aussehen wird ist noch nicht klar, ich werde das aber auf meiner Webseite sowie den Sozialen Medien publizieren damit ihr spenden oder selber mitmachen könnt.
Am Freitag habe ich dann einen längen Dauerlauf absolviert den ich aber leider etwas kürzen musste. Der Plan war 28km mit 2x5km Schwelle.
Wie sich herausstellte war die Route die ich wählte, nicht so Flach wie angenommen und meine Beine waren bereits nach den 14km Einlaufen müde. Die ersten 5km liefen den Umständen entsprechend okey, bei den zweiten 5km lief ich nach ca. 2km aber in eine Steigung welche mir den Rest gab. Somit wurden es nur 24km mit 1x5km und 1x2km Schwelle.
Die Woche konnte ich dennoch mit einem stolzen Total von 156km abschliessen.
In meiner letzten Woche standen dann noch zwei Schwellentrainings auf dem Programm. Am Dienstag lief ich 2x10x400m auf dem Bekannten Kamariny Track. Die ersten 10 Läufe konnte ich mit einer französischen Trainingsgruppe aus meinem Camp machen. Sie liefen 300m Intervall im selben Tempo in welchem ich die 400m laufen sollte. Da sie nur 1min Pause gemacht haben hatte ich jeweils nur 30-40s Pause.
Daher habe ich dann die zweiten 10 Läufe mit einem Trainingspartner aus dem Camp absolviert. Ich musste zwar alles von vorne laufen jedoch ging das Trotz der Ermüdung ziemlich gut und ich war sehr zufrieden mit dem Training.
Das zweite Schwellentraining folgte dann schon zwei Tage Später. Die Beine waren vom langen und intensiven Trainingslager langsam aber sicher müde. Dennoch wollte ich das Training durchziehen, damit ich nicht komplett alleine war ging ich mit einigen aus meinem Camp nach Eldoret ins Kipchoge Stadium. Mein Programm waren 4x3km Schwelle. Das Tempo war alles andere als schnell, mein langsamster 3km Abschnitt war in 4:10min/km was im Normalfall weit weg von Schwelle ist. Dennoch habe ich durchgezogen und am Ende 20km auf der Bahn mit ein und auslaufen absolviert, das sind 50 Runden. Manchmal muss man einfach den Kopf ausschalten und laufen.
Trotz der Rückreise am Freitag Nachmittag und dem Samstag als Ruhetag kam ich in dieser Woche auf solide 120km.
Am Montag startet das wider das Training mit meinen Schweizer Trainingskollegen, ich bin froh kann ich dann wider nur Schweizerdeutsch sprechen.
Trainingslager Kenia 2. Woche 13.01.2025
In der zweiten Woche des Trainingslagers, war der Fokus darauf die Intensität sowie auch den Umfang zu Steigern.
Da ich mich nach ca. 10 Tagen schon besser an die Höhe gewöhnt habe stand am Dienstag ein weiteres Schwellentraining auf dem Programm welches sich alleine Absolviert habe, damit ich in meinem Bereich bleiben konnte.
Die ersten beiden Belastungen gingen tendenziell mehr bergab, da ich aber nach der hälfte drehen musste um zurück zu kommen war die letzte der 3x3km Belastungen bergauf. Es war mit Sicherheit meine langsamste Schwellenbelastung die ich je gemacht habe. Da ich aber im richtigen Bereich geblieben bin wird auch diese langsame Belastung ihren zweck erfüllen.
Am Mittwoch wollten wir uns einer Kenianischen Trainingsgruppe für einen "lockeren" Dauerlauf anschliessen. Das Tempo war zu beginn auch locker, nach ca. zwei Kilometern wurde es aber immer schneller. Im Flachen und Bergab konnte ich gut mithalten, in den Steigungen jedoch musst ich beissen. Ich wollte mich nach ca. 6km zurückfallen lassen, die Kenianer bei mir in der Nähe meinten aber ich solle dranbleiben der Hügel sei bald geschaft. Also kämpfte ich mich bis 9km durch bis ich gesehen habe das Läufer aus meinem Camp eine Abkürzung nehmen. Da die zwei etwas 200m Vorsprung hatten versuchte ich sie mit einer Tempoverschärfung einzuholen. Als ich sie eingeholt habe sind wir mit einigen Umwegen wider zurück ins Camp gekommen.
Am Freitag habe ich dann meinen ersten Longrun in der Vorbereitung für den Zürich Marathon 2025 gemacht 28km mit 33min an der Schwelle in coupiertem Gelände.
Am Samstag morgen fand der Iten Cross statt, welchen ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollte.
Da ich mich nicht Blamieren wollte habe ich nur zugeschaut. Da der Start Gratis war und es bis zum 10. Platz Preisgelder gab war der Lauf sehr beliebt. Es gab vier Rennen Junioren und Elite Männer/Frauen. Alle vier Rennen waren sehr Stark besetz und es wurde bis zum letzten Meter gekämpft.
Am Sonntag standen dann nochmals zwei lockere Dauerläufe auf dem Programm damit ich mein Wochenziel von 140km erreichen konnte.
Trainingslager Kenia Anreise und 1. Woche 05.01.2025
Seit mehreren Jahren wollte ich ein Trainingslager in Kenia dem Home of The Champions machen.
Diesen Winter sollte es endlich soweit sein.
Am 27.12.2024 ging es für mich dann von Zürich über Frankfurt nach Nairobi. In Nairobi hatte ich dann eine Nacht Aufenthalt bevor es am nächsten Tag mit einem Inlandflug nach Eldoret und dann mit dem Auto ans Endziel Iten ging.
Ich habe bereits im Hotel in Nairobi meinen zukünftigen Zimmer und Trainingskollegen kennengelernt. Wie es er Zufall so will sind wir gleich Alt haben fast die gleichen Bestzeiten und Laufen beide in Barcelona dem Halbmarathon. Somit wusste ich von beginn mit wem ich Trainieren kann.
Nach der Ankunft im Camp haben ich zusammen mit ca. 8 Weiteren Athleten aus dem Camp einen lockeren 10km Dauerlauf gemacht.
Für mich und die drei anderen welche am selben Tag angekommen sind war das jedoch nicht wirklich locker, auch wen die Pace nur ca. 5:00 war, bei den Anstiegen ging der Puls ganz schön hoch.
Die meisten Athleten im Camp sprechen Französisch, das ist nicht ganz optimal da ich im Französischunterricht nicht aufgepasst habe, jedoch nehmen allem Rücksicht und Sprechen Englisch mit mir.
In den folgenden Tagen habe ich dann mit einigen Athleten aus dem Camp diverse Dauerläufe gemacht um mich langsam an die Höhe zu gewönnen. Da ich in den Woche zuvor aber nur wenige Laufkilometer gemacht habe, haben wir jeweils nur ein Lauftraining pro Tag gemacht.
Am Dienstag gingen wir dann zum ersten mal auf den Weltbekannten Kamarini Track in Iten, das ist eine 400m Bahn mit Kies Untergrund.
Auf diesem Track Trainieren am Dienstag immer die Besten Läufer von Iten.
Da wir aber erst gegen 9:00 Uhr dort waren und die Kenianer meistens früh trainieren war das Stadion im Verhältniss eher lehr, die ca. 50 Athleten welche vor Ort waren liefen in grossen Gruppen und einer schnellen Pace.
Da ich keine Belastungen auf dem Plan hatte habe ich einige Koordinationsläufe gemacht und die anderen Athleten beobachtet.
Die Atmosphäre in diesem Stadion ist einfach unglaublich.
Bis am Samstag waren dann wider nur lockere Dauerläufe auf dem Programm, die Dauerläufe sind aufgrund des profilierten Geländes und der Höhe dennoch nicht zu unterschätzen. Es ist immer eine kleine Aufmunterung wenn man sich einen Hügel hoch quält und dann die kleinen Kinder Hey oder Musungu (Weiser Mann) rufen hört.
Das Programm am Samstag war 3x3km Schwelle, dafür sind wir auf die bekannte Moiben road gefahren.
Das ist eine Asphaltstrasse auf der die Marathonläufer Ihre längeren Programme absolvieren.
Ich dachte die Strasse sei flach, leider musste ich schon beim Einlaufen feststellen das flach relativ ist.
Es hat immer wider längere Anstiege, die Steigung ist zwar gut Laufbar jedoch sind sie meistens 200-500m lang.
Ich habe das Training zusammen mit zwei Athleten aus meinem Camp gemacht, da diese jedoch etwas schneller sind als ich habe ich mich für die erste Belastung etwas zu sehr hinreisen lassen.
Daher musste ich die zweite Belastung nach gut 2km abbrechen.
Dennoch bin ich zufrieden mit dem Training den nun weiss ich das ich hier Deutlich langsamer meine Schwellenläufe machen muss.
Wie gastfreundlich die Kenianer sind hat sich am 1. Januar gezeigt, da sie am 31.Dezember und 1.Januar Neujahr Feiern haben sie am 1. Januar die ganze Familie der Mitarbeiter eingeladen und wir hatten ein grosses Festessen mit Tanz unter Freiem Himmel.
Wie es sich aber für vorbildliche Sportler gehört ohne Alkohol und für die meisten inklusive mir Bettruhe um 22:00.
Saisonabschluss 22.10.2024
Am 13. Oktober lief ich beim 3-Länder Marathon die Halbmarathondistanz als Saisonabschluss.
Da ich nur knapp 10 Wochen trainieren konnte war die Form nicht so gut wie ich es mir erhoft habe.
Meine Grundlage ist wider auf einem guten Niveau jedoch hat hat die Tempohärte gefehlt.
Am Renntag waren die Bedingungen sehr bescheiden, die Temperaturen waren gut jedoch hatten wir starken Gegenwind.
Nach knapp 4km war ich alleine unterwegs, was es für mich nicht einfacher machte.
Nach ca. 12km hatte ich ein Tief welches ich auf den letzten 4-5km wider überwinden konnte.
Mit der Zeit von 1:15.03h bin ich nicht ganz zufrieden, es zeigt mir aber das ich auf dem Richtigen weg bin und das ich auch wenn es hart wird beissen kann.
Ich geniesse noch meine letzten Tage der Offseason bevor es dann in den Aufbau für die Saison 2025 geht.
Welche Wettkämpfe dann anstehen werde ich in den nächsten Wochen verkünden.
Zwei kleine Aufbaurennen sind bereits geplant, am 17.11.24 Laufe ich den Frauenfelder HM und am 30.11.24 den Staaner Stadtlauf.
Comeback 25.08.2024
Da ich mich nach dem Zürich Marathon körperlich und mental sehr schnell erholt habe, bin ich nach einer Woche Laufpause wider ins Training eingestiegen. Bis zum Start und der Vorbereitung des nächsten Marathons hatte ich genügend Zeit, weshalb ich plante mehr an meiner Grundschnelligkeit zu Arbeiten.
Ich konnte ca. 7 Wochen gut Trainieren, anschliessend kamen aber Probleme im Bereich der Hüfte und des Oberschenkels auf, welche lange andauerten.
Mit Physiotherapie, Massagen, Dehnen und Kräftigung konnte ich nach fast zwei Monaten wider Schmerzfrei laufen.
Obwohl ich in diesen zwei Monaten viel auf dem Velo oder im Wasser trainiert habe, ist meine Fitness deutlich gesunken.
In der zweiten Woche in der ich Schmerzfrei war habe ich an den 10km Schweizermeisterschafen teilgenommen, das Ziel war ganz klar das Vertrauen in den Körper zu bekommen und die Zweiten 5km schneller zu laufen als die ersten 5km.
Ich habe die beiden Ziele erreicht, mit einer Zeit von 35:14min habe ich aber gemerkt das ich noch sehr viel Arbeit vor mir habe.
An diesem Samstag war der Frauenfelder Stadtlauf, ich wollte das Rennen nutzen um eine länger Belastung unter Wettkampfbedingungen zu haben um somit meine Fitness schnellstmöglich wider auf ein gutes Level zu bringen. Die Trainings vor dem Stadtlauf waren für die Aktuelle Form ganz okey, daher war ich zuversichtlich das ich zumindest in die Top 8 Laufen kann.
Die Temperaturen waren vor dem Start um die 30°C, da ich mich beim Einlaufen aber gut gefühlt habe bin ich Optimistisch ins Rennen.
Die ersten 2 Runden liefen gut, ich war auf Position 7. Als wir in die 3 von 5 Runden gingen habe ich jedoch gemerkt das das Anfangstempo viel zu schnell war. Daher ging es für mich auf den letzten drei Runden nur noch ums überleben.
Mit dem 10. Rang Overall muss ich mich zufrieden geben, ich hoffe jedoch das diese harte Belastung meine Fitness wider ein Stück vorwärts bringt.
Da die Fitness und der Trainingsumfang nicht dort ist wo er sein sollte, werde ich im Herbst keinen Marathon laufen. Ich versuche in den nächsten Wochen meine Form soweit zu verbessern das ich am 13.10.2024 beim Dreiländer-Halbmarathon die 21.1km im Bereich meiner Bestzeit laufen kann.
Zürich Marathon 23.04.2024
Am Sonntag war der grosse Tag endlich gekommen, das Tapering war ein auf und ab. Leider schwoll 10 Tage vor dem Rennen mein linkes Knie an und als die Schwellung endlich zurück ging, schwoll mein rechtes Knie an. Eine Erklärung für das Phänomen habe ich leider nicht gefunden, da die Schwellung aber jeweils nach 1-2 Tagen verschwand, verschwendete ich keine grossen Gedanken daran. Die letzten Tage vor dem Rennen liefen dann wie geplant, am Mittwoch machte ich meine Abschlusseinheit 2x2km + 2x1km bei den gleichen Wetterbedingungen wie beim Marathon.
Als ich am Sonntag an der Startlinie stand, wusste ich, dass ich in Topform bin und eine Zeit um 2:28h möglich ist, was ich jedoch gewaltig unterschätzt und nicht erwartet hatte waren die Auswirkungen der nassen und kalten Temperatur.
Nach dem Start haben sich schnell zwei Gruppen in meinem Leistungsbereich gebildet, eine Gruppe ging auf ca. 2:28h an die andere auf 2:30h.
Da ich wusste was ich drauf habe, bin ich mit der 2:28h Gruppe mitgelaufen. Die einzelnen Kilometerabschnitte waren sehr regelmässig und ich konnte mich gut im hinteren Teil der 5er Gruppe verstecken. Wir liefen bis 14km immer zwischen 3:31 und 3:29min/km danach wollte die Gruppe die Lücke zur Gruppe vor uns schliessen, was zur Folge hatte das die Pace erhöht wurde. Ich wollte das Risiko aber nicht eingehen und habe daher die Gruppe ziehen lassen.
Da ich ab 14km keine Gruppe um mich hatte, musste ich lange alleine Laufen, ich hatte einen Läufer der lange hinter mir war und mich somit von hinten etwas gepusht hat. Da es schon zu Beginn des Rennens immer wider geregnet hat und die Temperatur nur bei 3° lag, habe ich vor dem Rennen meine beine mit Melkfett eingerieben um die Kälte etwas abzuhalten. Leider hat dieser Effekt nicht bis ins Ziel angehalten. Nach ca. 20km habe ich gemerkt wie meine Muskulatur abkühlt und ich hatte mühe das Tempo zu halten.
Somit habe ich auf der zweiten hälfte deutlich Zeit verloren. Ab 30km holte mich aber ein Läufer ein und ich konnte mich anschliessend reinhängen und ihn auf den letzten 3km überholen und abhängen.
Als es für die letzten Kilometer durch die Stadt ging habe ich gemerkt das es sehr knapp wird mit einer Sub 2:30h Zeit, ich habe noch die letzten Kräfte mobilisiert, aber als ich auf die Zielgerade kam sah ich bei km 42 das ich auch mit einem Schlusssprint die 2:30h nicht knacken kann.
Dennoch habe ich das Tempo angezogen, da ich nicht genau wusste wie nah meine Gegner waren. Als ich im Ziel war, war ich zuerst bitter enttäuscht da ich wusste das ich bei besseren Bedingungen deutlich unter 2:30h hätte Laufen können und nun steht "Nur" 2:30.14h als neue Bestzeit in den Ergebnissen.
Ich habe mich aber als ich mein Team von LC Frauenfeld gesehen habe schnell gefangen und konnte mich über meine Leistung freuen. Umso mehr konnte ich mich auch für Patrik Wägeli freuen der auf dem letzten Kilometern den Schweizermeistertitel gewinnen konnte, zudem haben wir als Team vom LC Frauenfeld erneut den Team Titel verteidigen können.
Trainingslager, Massa Marittima 07.04.2024
Vom 23. März 2024 bis am 6. April 2024 war ich in Italien im Trainingslager, für den letzten Trainingsblock vor dem Zürich Marathon. Im Fokus Stand ein hoher Trainingsumfang sowie einige Schwellentrainings und das halten des Marathontempos. In der ersten Woche war das Wetter mit teils Regen und starkem Wind eher mässig. Trotzdem konnten wir das Training gut durchziehen und so kamen über 170km zusammen. Die beiden Schlüsseleinheiten waren ein 12km coupierter Schwellenlauf und 4x5km Marathonpace. Das Wetter war in der zweiten Woche deutlich besser, es zeigte sich die Sonne mit wenig Wind und das Training konnte gut absolviert werden. Auch in der zweiten Woche liefen wir 170km. Die Schlüsseleinheiten waren 9x1km/1km Marathontempo/Mitteltempo, 4x5km Marathontempo sowie ein gesteigerter 34km Longrun zu Hause Diese beiden Wochen haben mir gezeigt, dass ich bereit für den Zürich Marathon in zwei Wochen bin und nächste Woche startet das Tapering.
Halbmarathon SM Oberriet 21.03.2024
Am Sonntag stand die Halbmarathon SM an.
Nach einem Hektischen Start habe ich mich mit meinem Trainingskollegen Patrick Benz zusammengetan. Die Erste von vier Runden haben wir zu die Pace zusammen gemacht, in der zweiten Runde wurden wir dann abgelöst und ich konnte mich etwas in der Gruppe verstecken.
Beim Durchgang bei 10km fühlte ich mich noch ganz gut, ich war aber auch etwas verunsichert ob ich das Tempo noch halten kann.
Die Durchgangszeit war 34:04 somit waren wir auf 1:12h Kurs.
Nach ca. 13km wurde in der Spitze unserer Gruppe das Tempo leicht schneller und ich habe den Anschluss verloren. Ab da war noch ein Läufer hinter mir, somit musste ich die letzte Runde im Gegenwind laufen, der zum Glück nicht so stark war wie vor zwei Jahren. Dennoch habe ich gemerkt das mir der Wind die letzte Energiereserven nimmt.
Als ich bei 18km den nächsten Läufer einholte klemmte auch der sich gerne hinter mich, als er dann etwas bei 19km nach vorne ging und auf die Pace drückte wurde es richtig hart. Glücklicherweise dauerte die Attacke nicht lange und ich konnte wieder die Führung übernehmen.
Den nächsten Kilometer versuchte ich einfach so locker wie möglich zu bleiben und auf die Pace zu drücken. Als dann endlich das Schild mit 500m zum Ziel kam versuchte ich meinen letzten Verfolger abzuschütteln und lief noch fast auf einen weiteren Gegner auf.
Das war gefühlt eines meiner Härtesten aber auch besten Rennen die ich je gemacht habe. Ich konnte die Pace über das ganze Rennen konstant halten musste aber die letzten 3km extrem beissen und mir einreden das ich nicht aufgeben darf.
Mit meiner neuen Bestzeit von 1:12.48h bin ich zufrieden.
Bremgarter Reusslauf 25.02.2024
Der Widereinstieg ins Training nach dem Luzern Marathon lief leider alles andere als Planmässig. Nach einem Marathon ist es bei mir normal das ich einige Wochen brauche um mich beim Training wider gut zu fühlen und wider hohe Umfänge zu laufen. Als ich das Gefühl hatte es läuft wider besser, hat mich eine kleine Erkältung erwischt welche mich wider zurück warf. Kaum glaubte ich das Training wider wie gewohnt aufnehmen zu können kamen Zahnschmerzen. Die Zahnschmerzen hatten zur Folge, dass ich einen Weisheitszahn ziehen musste. Das Resultat war sehr schlechter Schlaf und hoher Puls was die Leistungsfähigkeit erneut beeinträchtigte.
Nach den Weihnachtsferien ging das Training dann langsam wider besser und ich konnte die letzten sechs Wochen gut Trainieren.
Das Resultat der Leitungsdiagnostik am Freitag vor einer Woche war sehr erfreulich, die wichtigen Parameter für mein Grosses Ziel den Zürich Marathon diesen Frühling, zeigten das was wir sehen wollten. Der Schwellenwert sowie auch der Fettstoffwechsel haben sich seit der letzten Diagnostik Mitte Dezember deutlich verbessert und auch die Vo2max ist wider auf dem Stand vom Sommer.
Seit einer guten Woche habe ich leider mit muskulären Problemen zu kämpfen, meine Hüfte und mein Oberschenkel sind immer wider verhärtet.
Durch viel dehnen und einige Massagen habe ich das Problem soweit im Griff das ich die fast alle Lauftrainings durchziehen kann.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen trotzdem den Bremgarten Reusslauf zu machen, da dieses Rennen jedoch keine Priorität hat habe ich es aus dem vollen Training gemacht ohne einen lockeren Tag vor dem Rennen. Somit standen am Freitag wie gewohnt zwei Lauftrainings an, am Morgen lief ich 24km und am Nachmittag dann nochmals 10km. Die Total 34km habe ich am Samstag noch deutlich gemerkt daher wusste ich das ich das Rennen gut einteilen muss. Ich bin somit konservativ angelaufen, mein Ziel war es eine Zeit unter 34min zu laufen da die Strecke nicht ganz einfach ist und ich nur wenig in diesem Tempo trainiert habe. Als ich die 5km Marke Passiert habe lag ich mit 16:58min auf dem 35. Rang Overall, da ich mich noch sehr gut fühlte versuchte ich das Tempo leicht zu erhöhen. Bei 9.8km (nächste Messung) lag ich dann auf Rang 25 und mit einem Starken Schlussspurt konnte ich mich auf den 23 Rang vorkämpfen.
Mit der Zeit von 33:45min bin ich sehr zufrieden.
Luzern Marathon 2.11.2023
Die Vorbereitung für den Herbstmarathon liefen zu beginn wie geplant. Anfang September hatte ich jedoch mühe mit meiner Motivation und ich fühlte mich Körperlich schwach. Nach einem miserablen Halbmarathon in Kopenhagen habe ich mich mehr mit meiner Psychischen Gesundheit auseinandergesetzt. Dank Hypnose und Meditation habe ich mich gut erholt und ich konnte das Training rechtzeitig zum zweiwöchigen Trainingslager in St. Moritz hochfahren.
Das Trainingslager lief sehr gut, wir haben den Fokus auf den Umfang gelegt und gleich 5 Longruns gemacht.
Das anschliessende Tapering lief gut, ich fühlte mich wohl in den Tagen vor dem Renne. Jedoch hatte ich nie das Gefühl das ich Top fit bin, was vermutlich an der Kräftezehrenden Zeit vor dem Trainingslager und der langen Saison lag.
Am Tag des Rennens war ich voll Motiviert und aufgeregt. Als um 8:35 Uhr der Startschuss ging bildete sich schnell eine grosse Spitzengruppe, diese Gruppe war jedoch deutlich zu schnell unterwegs. Daher versuchte ich locker mein eigenes Tempo zulaufen. Bis zum Halbmarathon war ich voll auf Pace für eine Zeit um 2:34h. Ab 25km wurde das Rennen jedoch sehr hart für mich, ich hatte ein Mentales loch. Ich hatte oft negative Gedanken und es war schwer diese zu vertreiben. Die Steigungen die sich in der ersten Runde noch locker anfühlten waren ein richtiger Kampf und die wenigen Zuschauer auf diesem Teil der Strecke machten alles noch schwieriger. Als es bei 35km wider in die Stadt ging und mehr Zuschauer an der Strecke waren kam die Motivation für den letzten abschnitt zurück. Mit einer Zeit von 2:38.01h und dem 13 Rang Overall war ich dennoch zufrieden.
3000m PB 11.08.2023
Nach dem Marathon lief das Training aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht so, wie ich mir das gewünscht habe. Erst ab ende Juni konnte ich wider ohne schmerzen regelmässig trainieren. Vor meinem Trainingslager anfangs Juli, stand noch eine Leistungsdiagnostik bei der Tricademy in Uster auf dem Plan. Die Resultate blieben im Vergleich zum Januar unverändert, was aufgrund des mangelnden Trainings der vergangen Wochen ein gutes Zeichen war.
Anfang Juli ging ich für zwei Wochen ins Trainingslager nach St. Moritz, was sogleich der Start meiner Herbstmarathonvorbereitung war. Ich konnte in diesen zwei Wochen sehr gut trainieren, die ersten langen Läufe (2h+) liefen deutlich besser als erwartet.
Nach dem Trainingslager konnte ich den Flow in meinen Trainingsalltag mitnehmen. Da ich gerne noch eine PB über 3000m laufen wollte und in einer Wochen noch ein 5000er auf dem Programm steht, habe ich trotz Marathonumfänge noch ein paar schnelle Trainings auf der Bahn absolviert.
Ein Typisches Training war z.B. 3x5x400m mit 1min Pause und 5min Serienpause.Da wir den Fokus im Moment auf dem Halbmarathon und den Marathon im Herbst haben, hab ich bei den Bahntrainings lediglich für 3000m und 5000m trainiert. Die Dauerläufe sind aber schon voll auf den Marathon ausgelegt. Daher lief ich am Sonntag noch einen gesteigerten 32km Longrun. Am Montag fühlte ich mich daher beim regenerativen Dauerlauf nicht wirklich locker und die Steigerungen am folgenden Dienstag waren auch eher durchschnittlich. Am Mittwochabend ging es dann nach Langenthal ans Sommermeeting.
Der Start des 3000m war um 22:20 Uhr, es waren einige Läufer mit Bestzeiten um 9:40min gemeldet. Der Plan war es so wenig Energie wie möglich auf den ersten 1500-2000m zu verbrauchen, daher musste ich versuchen andere die Tempoarbeit machen zulassen und mich im Windschatten zu verstecken. Als die ersten 400m in 70s gelaufen wurden und das Tempo danach immer noch Deutlich unter 9:40 Endzeit war wusste ich das ich mir übers Tempo keine sorgen machen muss. Somit liefen wir 3:05 bei 1000m, 6:15 bei 2000m und als ich bei 2600m sah das die Uhr 8:10min anzeigte wusste ich eine 70er Runde kann ich noch laufen dann hätte ich mein Ziel von 9:20min erreicht. Als dann die letzten 200m kamen ging ich das erste mal im ganzen Rennen aus dem Windschatten und konnte beide Läufer vor mir mit einem starken Schlussspurt schlagen. Mit der Zeit von 9:20.67min bin ich voll zufrieden, das ist eine Verbesserung von 10s zu meiner Bestzeit aus 2021.
Dieses Rennen hat mir wieder viel Selbstvertrauen gegeben und ich Freue mich auf die weiteren Wettkämpfe.
Zürich Marathon 2023 25.04.2023
Am Sonntag ging der Wecker nach einer sehr unruhigen Nacht um 4:15 Uhr endlich los. Ich war froh als ich das Klingeln hörte und aufstehen durfte obwohl ich kaum geschlafen habe.
Ich habe meine Laufsachen angezogen und bin 10min locker Joggen gegangen um wach zu werden.
Anschliessend gab es ein kleines Frühstück bevor ich mich auf den Weg Richtung Strandbad Mythenquai gemacht habe. Glücklicherweise habe ich am morgen noch einen anderen Läufer in der Hotellobby getroffen, so konnten wir uns auf dem Weg unterhalten was mir half etwas weniger nervös zu sein.
Kurz vor 7:00 Uhr traf auch einer meiner Teamkollegen ein und wir machten uns bereit zum einlaufen.
Um ca. 7:50 Uhr haben wir noch unsere Kleider beim Elitezelt deponiert und sind in den Startblock gestanden.
Um 8:00 ging dann endlich der Startschuss.
Ich habe mich zuvor schon mit einem meiner Trainingspartner und zwei weiteren Läufern abgesprochen was wir für ein Tempo anlaufen möchten, somit haben wir schnell unsere Gruppe gebildet.
Das Tempo war von Anfang an sehr unrhythmisch daher haben wir zwischenzeitlich die Gruppe etwas auseinanderziehen lassen und als vor uns wider langsamer gelaufen wurde haben wir die Lücke wider geschlossen.
Nach kurzer Zeit wurde aus der vier Mann Gruppe eine Gruppe von 10-15 Läufern. Es waren aber immer ich und zwei weitere die für das Tempo gesorgt haben. Da es einige windige Passagen gab wurde ich nach ca. 17km etwas wütend da ich nicht der Tempomacher der Gruppe sein wollte. Mein Teamkollege hatte zum selben Zeitpunkt das gleiche Gefühl und liess sich etwas zurückfallen um in Windschatten der Anderen zu laufen. Ich habe mich für die Offensive Variante entschieden, habe mich umgedreht und gesagt das sie gefälligst auch etwas fürs Tempo machen sollen.
Das hat zwar dazu geführt das auch andere für das Tempo gesorgt haben wir aber etwas langsamer wurden.
Bei Halbmarathon waren wir voll auf Kurs ich lief sogar unter meiner PB durch in ca. 74:45min.
Ab 25km habe ich gemerkt das meine rechte Wade anfängt müde zu werden und zu schmerzen, das war etwa der selbe Streckenabschnitt auf dem ich bei meinem Debüt zu viel Respekt vor der Distanz hatte. Also wolle ich es besser machen und ging all in.
Ich habe mich nur noch auf mich selbst konzentriert und versucht so hart zu laufen wie ich konnte. Ich war die meiste Zeit in Führung bei unserer Gruppe was mir zu diesem Zeitpunkt egal war da es fast kein Wind hatte. Ich wurde etwas langsamer auf der zweiten hälfte bin aber nicht stark eingebrochen.
Ab ca. 37km konnte ich mich langsam von der Gruppe absetzen, es waren noch 2-3 Läufer in meiner Nähe jedoch liefen wir alle für uns selbst. Es gab auch keine Kommunikation mehr zwischen uns, ich denke sie waren genau so wie ich in Thal der Schmerzen.
Da ich wusste das mein Teamkollege hinter mir war, war mir bewusst das meine Zeit für die Teamwertung der Schweizermeisterschaft relevant sein wird. Das hat mich extrem gepusht da ich unbedingt diesen SM Titel mit dem LC Frauenfeld gewinnen wollte.
Ich konnte auf den letzten 5km das Tempo noch hoch halten obwohl ich schon komplett durch war Körperlich aber vor allem auch Mental. Als ich meine Teamkollegen später im Ziel getroffen habe, haben diese mir erzählt das ich anscheinend nicht nur die Flasche bei 40km stehengelassen habe sondern noch eine weitere. Das ich die Flasche bei 40km nicht genommen habe war mir bewusst aber das ich nochmals eine Verpflegungsstelle zwischen 30-40km ausgelassen habe war mir nicht klar.
Mein Ziel war es eine Zeit von 2:30h zulaufen, das habe ich leider nicht ganz erreicht, dennoch bin ich mit meiner Zeit von 2:31.21h sehr zufrieden das ist fast eine Verbesserung von 10min. Mit dem Team konnten wir uns vor dem TV Oerlikon und dem ST Bern die Goldmedaillie sichern.
Somit war es alles in allem ein sehr gelungener Tag.
10 DAYS TO GO 14.04.23
Letzte Woche war die letzte Intensive Woche. Ich habe drei Intensive Einheiten gemacht.
Das eine war eine Tempowechseleinheit das ich mit zwei Vereinskollegen gemacht habe.
Das Programm war 8x1000m/1000m das war vor allem Mental ein hartes Stück Arbeit da wir das ganze Programm auf der Bahn absolviert haben (40 Runden) und die Pausen in ca. 4:00min/km gelaufen werden mussten.
Nach einem lockeren Trainingstag stand am Freitag ein Typisches Marathontraining an 3x5km + 3x1km. Bei dieser Einheit wurde ich von meiner Freundin auf dem Rad begleitet, damit ich das Verpflegen in Marathontempo üben konnte.
Zusammen mit einem Trainingspartner der ebenfalls mit mir in Zürich an der Startlinie stehen wird habe dann am Sonntag den letzten Longrun gemacht. Wir sind 3km locker eingelaufen danach haben wir das Tempo über drei 7km abschnitte gesteigert damit wir den letzten abschnitt knapp über Marathontempo laufen konnten, danach folgte nochmals eine Tempoverschärfung für 3km die dann schneller als Marathontempo war. Mit den 3km ein- und auslaufen kamen wir somit auf 30km in etwas unter 1:55h.
Auf dem letzten abschnitt habe ich da Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen da ich wusste wie gut ich in Form bin und ich das Rennen kaum noch abwarten kann.
Ich möchte nicht Zuviel verraten, was ich aber sagen kann ist das ich mich viel besser vorbereitet fühle als letztes Jahr. Zum Vergleich beim Marathondebüt im letzten Jahr bin ich fast die selbe Pace gelaufen wie bei diesem Gesteigerten Longrun in einer 141km Woche.
Ich freue mich auf jeden der mich an der Strecke anfeuert oder mich im Livestram verfolgt.
Doppelschlag 26.02.2023
Nach einigen Wochen mit Achillessehnenschmerzen konnte ich die letzten 3 Wochen wieder ohne Schmerzen trainieren und die Fortschritte sind deutlich spürbar.
Dieses Wochenende machte ich einen Doppelschlag, am Samstag lief ich bei Bremgarten Reusslauf die 10km in einer Zeit von 32:35min.
Am Sonntag stand mit einem gesteigerten Longrun über 37km der Zweite Teil des Doppelschlages an.
Beim Longrun wurde ich zum Glück von zwei Trainingspartnern auf den letzten 5km spürte ich deutlich das sich meine Speicher den Ende näherten, durch die Unterstützung meiner Trainingspartner konnte ich die Belastung dennoch durch ziehen.
Das Programm war folgendes:
3km Einlaufen / 10km in 42:00min / 10km in 39:38min / 10km in 37:24min / 4km Auslaufen
Nächste Woche folgt eine Erholungswoche bevor ich dann in den letzten Block meiner Marathonvorbereitung gehe.
Start ins Marathontraining 15.01.2023
Um die Trainingsbereiche zu bestimmen und die Formsteigerung zu überprüfen ging es für mich am Freitag vor der ersten Marathontrainingswoche nach Uster zur Leistungsdiagnostik bei der Tricademy.
Die Werte haben sich alle verbessert und nun weiss ich was meine Trainingsbereiche sind und an welchen Schwächen ich in den nächsten Wochen arbeiten muss.
Anschliessend hat für mich die Vorbereitung auf den Zürich Marathon begonnen. Es war leider ein sehr holpriger Start in die Woche, da ich am Montagabend eine Migräne bekommen habe, die sich bis am Dienstag Mittag gezogen hat. Somit konnte ich am Montag nur ein Kurzes Training machen und am Dienstag musste die zwei geplanten Dauerläufe ausfallen lassen. Am Mittwoch konnte das Training dann mit einem Schnellen Training richtig Starten. Am Samstag stand dann mit dem Dietiker Neujahrslauf (13.3km) ein Langer Tempolauf unter Wettkampfbedingungen auf dem Programm.
Das Rennen lief in der ersten von zwei Runden nicht so geschmeidig wie ich es mir gewünscht hatte, ich habe vor dem Rennen zu viel gegessen und daher fühlte ich mich etwas voll und müde. Als es auf die zweite Runde ging konnte ich einen Gang hochschalten und habe einige Plätze gut gemacht. Mit einem Schlusssprint konnte ich den 13. Platz Overall sichern, womit ich bei diesem Starken Feld zufrieden sein kann.
Traditionell stand am Sonntag dann ein Longrun an, aufgrund des Rennens am Samstag habe ich nur 28km gemacht, zu meinem Glück hatte einer meiner Trainingspartner müde Beine und somit haben wir uns auf ein lockeres Tempo um 4:40 min/km geeinigt.
Somit konnte ich die erste Woche im Marathontraining dennoch mit 121km abschliessen und mit einem positivem Gefühl in sie nächste Woche starten, mit deutlich mehr Kilometern. Zudem steht mit der TG/SH Crossmeisterschaft in Eschlikon nochmals ein kleiner Trainingswettkampf auf dem Programm.
Aufbau für die Saison 2023 11.11.2022
Vor knapp drei Wochen hat mein Aufbautraining begonnen. Der Fokus liegt darauf eine solide Basis für die kommende Saison aufzubauen und meine Vo2max (Maximale Sauerstoffaufnahme) zu verbessern.
Da ich meine Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen habe kann ich mich nun mehr auf den Sport konzentrieren und somit den Trainingsumfang Steigern. In meiner ersten Woche des Aufbautrainings kam ich somit auf einen Laufumfang von 120km und in der zweiten Woche bereits 130km.
Um möglichst Professionell Trainieren zu können mache ich regelmässig Leistungsdiagnostiken, gehe in die Sportmassage und habe bald meinen ersten Termin bei Patrick Benz (Tricademy) für eine Ernährungsberatung, dazu werde ich euch mehr erzählen wenn es soweit ist.
Um all die Kosten zu decken bin ich auf meine Sponsoren angewiesen bei denen ich mich an dieser Stelle für ihre Treue und ihr Vertrauen bedanken möchte.
Ich freue mich auch euch verkünden zu dürfen das ich mit Renés Steakhouse einen neuen Partner gefunden habe.
Ich werde am Sonntag in einer Woche bei meinem Heimlauf dem Frauenfelder Halbmarathon am Start sein und würde mich freuen viele von euch an und auf der Strecke zu sehen.
Saison 2022 ein auf und ab 23.10.2022
Im Winter 2021/2022 sollte mein Fokus zu 100% auf dem Zürich Marathon liegen, aufgrund des plötzlichen Todes meines Vaters, war dies aber leider nicht möglich. Sein Tod war für mich nicht nur emotional sehr belastend, sondern ich verlor auch eine grossartige Unterstützung bei meinen sportlichen Zielen. Mein Vater war auch der Einzige der mich mit dem Velo bei jedem Wetter auf meinen Longruns begleitet hat. Genau aus diesen Gründen wollte ich aber an meinem Plan festhalten und den Zürich Marathon für ihn laufen.
Ich möchte mich aber auch bei meiner Familie, meiner Freundin, meinen Freunden und Trainingspartner für ihre Unterstützung in dieser schweren Zeit bedanken.
Als Zwischenziel stand die Halbmarathon Schweizermeisterschaft in Oberriet auf dem Plan.
Ich war in super Form, leider liesen die sehr windigen Bedingungen keine Bestzeit zu. Mit einer Zeit von 1:16h war ich dennoch zufrieden da sie zeigte das ich für den Zürich Marathon auf dem richtigen Weg war.
Beim Marathon Debüt in Zürich lief nicht ganz alles wie geplant, ich hatte nach dem Halbmarathon mühe mich für die letzten Wochen zu motivieren. Am Tage des Rennens fühlte ich mich zu Beginn jedoch super, bei Km 30 wurden die Beine jedoch schwer und ich hatte Angst, dass ich nicht ins Ziel komme wenn ich zu hart Pushe. Daher hatte ich auf dem letzten Drittel etwas Zeit liegenlassen. Nach einigen Gesprächen im Zielbereich, war ich trotz dem nicht erreichen meines Zeitziels von 2:38h, mit meiner 2:41h dennoch zufrieden. Es war immerhin mein Debüt.
Drei Wochen nach dem Marathon gings für mich bereits ins Trainingslager ins Südtirol. Es war wunderbares Laufwetter und die Form ging auch langsam wieder nach oben.
Nach dem Zwei wöchigen Trainingslager startete ich meine Bahnsaison mit einem 3000m welcher komplett in die Hose ging. Mit einer Zeit über 10min, konnte ich nicht zufrieden sein, insbesondere weil, einige 5000m Rennen ebenfalls schlecht liefen.
Mir war klar das etwas nicht stimmen kann, also lies ich ein Blutbild machen das aufzeigte das ich zu wenig Eisen habe. Nach der ersten Infusion ging es im Training bereits deutlich besser und als ich vor dem Trainingslager in St. Moritz die zweite Hälfte bekam ging es mir wieder sehr gut.
Im Trainingslager konnte ich sehr gut Trainieren was mich für die letzten Rennen Positiv stimmte.
Nach dem Trainingslager lief ich in Regensdorf die 5000m und konnte meine Bestzeit um 19 Sekunden senken.
Danach wäre noch ein Start am Frauenfelder und Schaffhauser Stadtlauf geplant gewesen, ich war natürlich sehr motiviert da meine Form Top war. Wegen einer Corona Infektion musste ich den Start jedoch absagen.
Nach einem langsamen widereinstig ins Training entschied ich mich dennoch ein kleines Abschlussrennen vor meiner Eidgenössischen Prüfung zum Projektleiter zu machen, da die Saisonpause sonst nur noch länger geworden wäre.
Also Startete ich beim Moslig 8000 und konnte dort trotz mässiger Form den Sieg holen.
Nach einer so durchzogenen Saison war es toll zum dritten Mal dieses Rennen zu gewinnen.
Das Interview in Ziel war eine neue Erfahrung, ich hoffe beim nächsten Mal bin ich etwas weniger nervös.
Morgen startet die Vorbereitung auf die Saison 2023, ich werde euch sobald die Rennen feststehen informieren.
5000m PB in Regensdorf 16.08.2022
Am Samstag war meine letzte Chance nach einigen schlechten Bahnrennen zu zeigen das ich gut trainiert habe und schneller Laufen kann als ich es in den letzten Rennen gezeigt habe.
Da das Rennen nur sieben Tagen nach dem Höhentraining war musste ich die Tage vor dem Rennen nutzen um mich gut zu erholen und mich ans Wettkampftempo zu gewöhnen. Daher waren hauptsächlich kürzere lockere Dauerläufe geplant und zwei kurze Bahntrainings bei denen ich einige 400m Intervalle im 5000m Tempo gemacht habe. Diese Trainings waren nicht sehr anspruchsvoll jedoch genau das was mein Körper brauchte um sich zu erholen, sich an die Hitze und an das Wettkampftempo zu gewöhnen.
Das Rennen startete um 21:00 Uhr was mir sehr entgegenkam da die Temperaturen deutlich kühler waren, auch der Wind hatte sich gelegt. Somit war alles ideal für ein schnelles Rennen. Da wir nicht genau wussten wie sich mein Körper nach der höhe verhalten wird wollten wir nicht zu viel riskieren. Daher war die Vorgabe meines Trainers erstmal nur auf PB anzulaufen, das heisst 79.5 Sekunden pro 400m. Vor dem Start stellte sich heraus das die Schnellste Frau mit ihrem Pacemaker 78-79 Sekunden laufen möchte somit haben wir entschieden das ich mich einfach bei ihnen reinhängen soll da sonst niemand in meinem Tempo laufen wird.
Das Tempo war sehr regelmässig bis ca. 3600m als wir eine Runde in 80 Sekunden liefen, da war mir sofort klar das ich jetzt angreifen muss um eine Top Zeit zu erzielen. Nach einer Runde Alleine ging ich in 78 Sekunden durch hatte aber etwas Zweifel ob ich nicht zu früh Attackiert habe. Ich konnte das Tempo jedoch gut zwischen 78-79 Sekunden Pro Runde halten. Bei 600m to go sah ich das wenn ich in 80 Sekunden abschnitten durchlaufen würde meine PB um fast um 10 Sekunden senken könnte. Das gab mir noch den letzten Schub und als die Glocke für die letzte Runde ertönte kickte ich so hart es nur ging. Meine letzte Runde lief ich so in 69 Sekunden und meine Bestzeit verbesserte ich von 16:36 auf 16:17.
Nach dem ich im Ziel am Boden lag und auf die Uhr schaute war ich überglücklich obwohl der ganze Körper schmerzte, denn ich wusste das ich nun doch noch einen würdigen Abschluss der Bahnsaison 2022 geschaft habe.
Da ich anfangs Oktober die Abschlussprüfungen meiner Weiterbildung zum Projektleiter habe stehen nun nur noch einige kleinere Rennen auf dem Plan. Ich möchte meine gute Form nun noch bei einigen Stadtläufen bestätigen bevor ich Mitte September eine kleine Saisonpause einlege um mich auf die Prüfungen vorzubereiten. Mitte Oktober werde ich wieder in den Aufbau starten. Ob ich noch einen Halbmarathon im Spätherbst laufe ist unklar, je nachdem wie schnell ich nach der Saisonpause (kein Strukturiertes Training) in Form komme.
Leistungsdiagnostik und Trainingslager 28.07.2022
Diagnostik
Am Dienstag 19.07 war ich bei der Tricademy School of Movement GmbH zu einer weiteren Leistungsdiagnostik.
Die Resultate waren leider nicht ganz so erfreulich wie ich es mir erhofft habe. Nachdem festgestellt wurde, dass ich einen Eisenmangel habe, hatte ich Ende Juni die erste und Mitte Juli die zweite Eiseninfusion. Bereits nach der ersten Infusion fühlte ich mich deutlich fitter und stieg wieder voll ins Training ein. Umso überraschender dann die schlechten Werte bei der Diagnostik.
Es wurden zwei grössere Schwachstellen ausgemacht, einerseits mein Fettstoffwechsel und andererseits mein Herzschlagvolumen. Der schlechte Fettstoffwechsel führt dazu, dass mein Körper zu wenig Fett in lockeren Trainingsbereich verbrennt, dafür aber Unmengen an Kohlenhydraten. Die entsprechenden Mengen kann ich im Anschluss kaum aufnehmen. Ich muss mein Training also entsprechenden anpassen, da ich mich sonst in den Keller trainiere, da nicht genug Treibstoff zur Verfügung steht.
Durch das zu kleine Herzschlagvolumen kann nicht genügend Sauerstoff in die Muskulatur befördert werden was dazu führt das ich schnell Übersäure und somit meine Leistung schlechter wird.
Trainingslager
Da wir nun die Ursache meiner schlechten Leistungen der letzten Monate kennen, haben wir mein Training und meine Ernährung dementsprechend etwas angepasst.
Einen Tag nach der Diagnostik ging es für mich nach St. Moritz ins Höhentrainingslager, hier arbeite ich nun seit etwas mehr als einer Woche an meinen Schwächen.
Um meinen Fettstoffwechsel zu Trainieren muss ich meine Dauerläufe in einem möglichst langsamen Tempo machen, denn bei niedriger Intensität verbrennt der Körper am meisten Fett.
Das Herzschlagvolumen trainiere ich mit Hügelläufen und intensiven Trainings auf der Bahn, es geht darum den Puls möglichst hoch zutreiben und in danach wider sinken zulassen. Das ist dann ein gutes Training für das Herz und die Lunge, die Dünne Luft hier auf 1800 m.ü.M. fördert diesen Effekt zusätzlich.
Supporter
Ich möchte mich herzlich bei meinen Sponsoren bedanken, denn ohne sie wäre es mir Kaum möglich dieses Jahr 4.5 Wochen in Trainingslagern zu verbringen. Auch die regelmässigen Leistungsdiagnostiken der hohe Schuhverschleiss, die Sportmassagen und die vielen gegessenen Kalorien.
Wenn du mich auf meinem Weg unterstützen willst bin ich um jede Spende dankbar, sei es für eine Sportmassage, einen Tag Trainingslager, eine Leistungsdiagnostik oder ein Paar Laufschuhe.
Unter der Rubrik "Gönner werden" findest du alle Informationen die du Brauchst.
Falls du lieber eine Sachspende tätigen willst würde ich mich auch darüber sehr freuen,
meine Schuhgrösse ist 41, Kleidergrösse S und ich esse alles was nicht bei drei auf dem Baum ist 😉
Bahn Saision Einstieg 27.05.22022
Nach einem misslungenen Saisioneinstieg bei den Vereinsmeisterschaften in Ibach SZ über 3000m hatte ich gestern die Möglichkeit das schlechte Rennen zu vergessen. Beim nationalen Auffahrtsmeeting in Langenthal ging ich über 5000m an den Start.
Das Ziel war lediglich ein regelmässiges Rennen mit einem guten Gefühl um das Selbstvertrauen zurück zugewinnen. Die ersten 3 Runden konnte ich mich hinter einem Läufer verstecken, der ein für mich optimales Tempo lief, die dritte Runde war jedoch 3 Sekunden zu langsam. Daher musste ich sofort reagieren und ging nach vorne. Eine zweite Zweiergruppe war ca. 50m vor mir. Ich lief Runde um Runde näher heran, als ich bei 3600m auf einen der beiden aufgelaufen bin hat mir mein Trainer sofort zugerufen ich soll vorbei gehen, was ich auch tat. Bei 400m vor Schluss lief ich auf den nächsten Läufer auf, 300m vor Schluss habe ich den Angriff gestartet. Bei der 200m Marke habe ich nochmals die letzten Kräfte mobilisiert und zu einem Schlusssprint angesetzt. Ich lief in 16:49min auf den 7. Gesamtrang und konnte das Selbstvertrauen wider zurückgewinnen, die Form wird auch langsam besser. Am Morgen nach dem Wettkampf habe ich schon wider einen 15km Dauerlauf in 4:13min/km mit Patrik Wägeli gemacht und am Abend gab es zum Abschluss des Tages nochmals 12km Dauerlauf mit 5 Bergsprints. Am Samstag in einer Woche geht es dann nach Zofingen für die 5000m, ich versuche dort in den Bereich meiner PB von 16:36min laufen.
Sommersaison 2022 24.04.2022
Gestern musste ich feststellen, dass ich den Marathon wohl noch nicht ganz verdaut habe. Beim Beringer Dorflauf, musste ich die Spitze nach 2km ziehen lassen, da mir die Power für das hohe Tempo noch fehlte. Trotzdem wurde ich Dritter in der Kategorie und erreichte Overall den 6. Platz, weshalb ich mit meiner Leistung durchaus zufrieden bin. Schon vor dem Rennen war ich mir bewusst, dass ich vermutlich noch nicht voll erholt bin, das Rennen gewinnen wollte ich natürlich dennoch. Daher startete ich mutig in den Wettkampf, wurde aber bereits in Runde 2 von 6 ausgebremst.
Nächsten Sonntag geht es für mich in mein 2-Wöchiges Trainingslager im Südtirol, daher besteht die nächste Woche nur aus lockeren Training.
An dieser Stelle möchte ich bei meinen Sponsoren und Gönnern bedanken, ohne diese wäre dieses wichtige Trainingslager nicht möglich. Wenn auch du mich unterstützten möchtest, kannst du dies gerne unter "Gönner werden" tun.
Noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle für eure grossartige Unterstützung.
Aussicht auf die Sommersaison
Mein grosses Ziel in der ersten Hälfte der Sommersaion 2022 ist eine neue Bestzeit und möglichst gute Platzierung bei der Schweizermeisterschaft über 10'000m in Uster.
Die entsprechenden Vorbereitungsrennen findest du auf meiner Website unter "Wettkämpfe", ich freue mich auf alle Anfeuerungsrufe an der Strecke.
Die kurzen, schnellen Wettkämpfe auf der Bahn im Verlauf des Sommers werden mit helfen die nötige Grundgeschwindigkeit für meinen nächsten Marathon zu bekommen. Ob der Marathon noch im Herbst/Winter stattfinden wird, wird sich zeigen, da im Herbst noch eine wichtige Prüfung für die Weiterbildung zum Projektleiter ansteht.
Marathon Debüt 13.10.2022
Der Start erfolgte am Samstag mit dem abholen der Startnummer und der Abgabe meiner Verpflegung in Zürich. Bereits dort war ich aufgeregt und voller Vorfreude.
Am Sonntagmorgen musste ich bereits um 04:30 Uhr aufstehen, da ich 3-4h vor dem Start einen auftakt mache. Ich ging also bereits um 20:30 Uhr ins Bett.
Trotz anderer Erwartung, hatte ich eine erholsame Nacht im Hotel. Die Blicke der Partygänger am nächsten Morgen, werde ich jedoch nicht vergessen, sie konnten kaum glauben, dass jemand vor 5 Uhr freiwillig am Joggen ist.
Im Anschluss an meine 2km Runde gab es ein kleines Frühstück und ich bereitete mich mental auf das Rennen vor.
Die Temperatur war mit 3°C etwas niedrig, weshalb ich froh war, dass ich im Elitefeld angemeldet war. So konnte ich meine Kleider bis kurz vor dem Start anbehalten und anschliessend abgeben.
Mit dem Startschuss bildete sich um mich, eine Gruppe von etwa fünf Läufern. Ich fühlte mich ausgezeichnet und strebte daher ein schnelles Tempo an. Den Halbmarathon konnte ich so in etwas unter 1:19h absolvieren, was auch mein persönliches Ziel war, um den Marathon in 2:38h zu laufen. Leider verpasste ich bei Kilometer 21 und 32 meine Verpflegung, weshalb ich zu wenig Kohlenhydrate zu mir nehmen konnte.
Kilometer 32 wurde deshalb für mich zum Test und ich büsste einiges an Zeit ein. Aufgeben war jedoch keine Option und ich musste die letzten 10km alleine laufen, was das ganze noch einmal härter machte. Den Marathon beendete ich erfolgreich mit dem 43. Gesamtrang und einer Zeit von 2:41:13h.
Im Ziel wurde mir klar das die Floskel "der Marathon beginnt ab Kilometer 30" keine Legende ist.
Nun Trainiere ich zwei Wochen nur nach Lust und Laune um mich körperlich sowie auch mental von den Strapazen zu erholen.
Halbmarathon SM vom Winde verweht 20.03.2022
Heute stand für mich der erste Strassenlauf der Saison auf dem Programm, die Halbmarathon SM in Oberriet. Die Aussicht auf einen schnellen Halbmarathon war meinerseits etwas betrübt, da ich mich in der Marathonvorbereitung befinde. Mein Trainingskollege und man kann sagen Marathonexperte Patrik Wägeli, meinte jedoch, dass das Marathontraining eine gute Halbmarathon Vorbereitung ist.
Er sollte recht behalten, heute war ein sehr gutes Rennen.
Bereits bei meiner Ankunft wurde mir klar, dass ich aufgrund der starken Winde eine Gruppe finden muss, in welcher wir die Führungsarbeit in den Gegenwindpassagen abwechseln. Die Gruppe durfte gleichzeitig nicht zu langsam sein, da mein Team für die Wertung auf eine schnelle Zeit angewiesen war. Dieser Plan ging am Anfang recht gut auf und in der ersten Hälfte hat immer jemand anders den Führungswechsel übernommen. Je kleiner die Gruppe wurde, desto weniger wollte jemand hart gegen den Wind kämpfen und schlussendlich lag es an mir gegen den Wind zulaufen.
Die ständige Führungsarbeit kostete mich aber auf den letzten Kilometern viele Körner und der von mir bekannte Schlusssprint musste weggelassen werden und einige meiner Gruppe konnten mich überholen.
Unser LC Frauenfeld Männerteam war sehr stark, trotzdem haben wir das Podium um zwei Sekunden verpasst. Für die Teamwertung zählen jeweils die Zeiten der 3 schnellsten Teilnehmer, wozu ich mit einer Zeit von 1:16:14h meinen Beitrag geleistet habe. Trotzdem ist es im nachhinein deprimierend zu wissen, dass wenn jeder nur 1s schneller gelaufen wäre, wir den 3. Rang oder jeder 2s schneller den 2. Rang erreicht hätten.
Wir haben jedoch alle Blut geleckt und werden deshalb an der Marathon SM in Zürich erneut ein Team bilden. Ich bin nach dem heutigen Tag motiviert für Zürich und das Rennen hat mir gezeigt, dass ich in guter Form bin.
TG/SH Crossmeisterschaften 12.02.2022
Bis vor zwei Wochen lief das Marathontraining wie am Schnürchen, plötzlich bekam ich jedoch Schmerzen in der Hüfte und im linken Oberschenkel. Zusätzlich zu den Schmerzen fühlte ich mich auch noch erschöpft und meine Pulswerte waren dauernd erhöht. Schlussendlich fühlte sich jedes Lauftraining schlecht an. Ich beschloss die Schmerzen mit Massagen und einem intensiven Dehnprogramm zu reduzieren, was auch funktionierte. Die fehlende Energie war jedoch ein hartnäckiger Gegner, welcher viel alternatives Training zur Förderung der Regenration erforderte.
Diese Woche erfolgte dann der Einstieg in das normale Training, die Probleme waren nicht weg, wurden aber mit jedem Training etwas besser.
Heute stand dann die TG/SH Crossmeisterschaft auf dem Programm. Als der Startschuss viel fühlte ich mich viel besser als in den letzten Tagen, in der erste Runde konnte ich sogar mit der Spitze laufen. Nach dem ersten Kilometer zogen sie das Tempo so deutlich an, dass ich nicht mehr mitgehen konnte.
Schlussendlich habe ich das Rennen aber mit einem guten Gefühl beendet und merke wie meine Batterien sich jeden Tag etwas mehr aufladen und die Motivation zurückkehrt.
Ich lief als overall 6. mit einer Zeit von 23.22min über 6.1km in Ziel, was für die Meisterschaft die Bronzemedaille bedeutete.
Saison Planung 12.12.2022
Vor einer Woche habe mein Trainer und ich die kommende Saison besprochen und die ersten Höhepunkte festgelegt.
Halbmarathon SM 20.03.2022
Das erste wichtige Rennen der Strassenlaufsaison wird für mich die Halbmarathon Schweizermeisterschaft in Oberriet sein. Mein Ziel ist es auf der Schellen Runde in einem Starken Feld meine Persönliche Bestzeit von 1:15h zu unterbieten und mich möglichst weit vorne zu Platzieren.
Marathon SM 10.04.2022
Im April werde ich mich dann an die Köningsdisziplin den Marathon wagen. Da es mein Debut wird wollte ich nicht zu weit reisen und habe mir einen Marathon in der Nähe gesucht, welcher gleichzeitig flach ist und im Frühling stattfindet, da im Sommer die Bahnsaison auf mich wartet. Mein erster Marathon wird deshalb der Zürich Marathon.
Das Training ist nun im Vollem Gange, heute hatte ich z.B. einen 32km Longrun mit 2x3km im Marathontempo.
Wiedereinstieg ins Training 07.11.2021
Nach dem Halbmarathon in Bregenz, habe ich mir zwei Wochen Saisonpause gegönnt.
Entsprechend konnte ich das Training nach Lust und Laune gestalten und habe dies für das Rad, Stabi oder Yoga genutzt. Trotzdem konnte ich das Lauftraining natürlich nicht ganz weglassen.
Anschliessend konnte ich körperlich und mental erholt wieder ins Training einsteigen.
Zu beginn der ersten Trainingswoche standen nur lockere Trainings auf dem Programm, der grosse Start erfolgte am Donnerstag mit einer leichten Belastung mit 20min GA2. Da im Wintert der Aufbau erfolgt, ging es am Freitag direkt los, mit dem ersten Krafttraining, weshalb ich am Samstag unter Muskelkater litt. Trotz des Muskelkaters standen am Samstag 30min Schwelle und am Sontag ein 25km Longrun auf dem Programm. Ich beendete die erste Trainingswoche somit erfolgreich mit über 100km.
Unterstützung
Damit ich mein Training auf diesem hohen Niveau weiterführen kann bin ich auf die Unterstützung meiner Partner und Gönner angewiesen. Der höhere Laufumfang in Richtung Marathon wird auch einen höheren Verschleiss an Material sowie eine umfassende Betreuung physischer Symptome mit sich bringen. Dazu zählen insbesondere das regelmässige ersetzten meiner Laufschuhe und Sportmassagen um die Muskulatur zu lockern.
An dieser Stelle möchte ich mich deshalb, für eure grossartige Unterstützung bedanken, ich weiss das ich immer auf euch zählen kann.
Frühlingsziele
Der Fokus des Winter- und Frühlingstrainings wird auf die Rennen im Frühling 2022 gerichtet. Das erste, grosse Rennen wird die Halbmarathon Schweizermeisterschaft in Oberriet sein. Oberstes Ziel für dieses Rennen ist die Verbesserung meiner Bestzeit. Als Vorbereitung werde ich ein 10km Rennen machen, um meine Form zu testen, den entsprechenden Wettkampf habe ich aber noch nicht ausgesucht. Anschliessend werde ich mein Debut über die Marathondistanz wagen, wenn ich den Zürichmarathon im April 2022 laufe.
Sparkasse 3 Länder Halbmarathon 11.10.2021
Zum Saisonabschluss lief ich am Sonntag den Halbmarathon in Bregenz.
Wir hatten Ideale Bedingungen um Topzeiten zulaufen, die Temperaturen waren um die 8°C es war Trocken und Windstill. Mein Trainer schrieb mir am Morgen vor dem Start "Viel Mut und Glück beim Rennen, heute sind PB Bedingungen" mit diesen Gedanken ging ich zusammen mit einem Laufkollegen einlaufen. Trotz langer Hose, langem Shirt und Handschuhen war mir zu beginn noch Kalt. Als ich dann mit Split Shorts und ohne Handschuhe im Startblock stand konnte ich den Start kaum abwarten da mir wider so kalt wurde.
Kaum ist der Startschuss gefallen war die Kälte vergessen, ich war voll Fokussiert, hielt mich zu beginn des Rennens an die Spitze der Frauen die von der Ehemaligen Profi Marathonläuferin Maja Neuenschwander angeführt wurde. Bis ca. km 4 liefen sie exakt die Pace für die Laufen wollte. Danach wurden sie Langsamer und ich musste Alleine weiter, damit ich nicht zu langsam werde.
Hinter mir hatte sich eine kleine Gruppe aus gebildet, darunter auch ein Belgier des bis ich bei km 15/16 hinter mir war. Nach etwas 15km war für mich klar, heute Laufe ich eine Top Zeit. Damit wollte ich mich aber nicht zufrieden geben, ich lag auf dem 11. Platz und konnte einzelne Konkurrenten vor mir sehen.
Ich ging volles Risiko und ging auf den letzten 5 km all in, ich lief mehrere km abschnitte unter 3:30min somit konnte ich mich auf den 7. Platz vorkämpfen und diesen mit einem Schlusssprint verteidigen.
Das Ziel erreichte ich in 1:15.12h, dem 7. Platz Overall und den Kategorien Sieg.
Mit diesem erfreulichen Resultat gehe ich nun in die Saisonpause um Motivation und Energie für die Saison 2022 zutanken.
10km SM Lugano 30.08.2021
Am Samstag Abend war ich in Lugano an der 10km Schweizermeisterschaft am Start.
Trotz den warmen Temperaturen, konnte ich ein Starkes Rennen laufen. Es war toll nach langer Zeit in einem Stark besetzten Strassenlauf an der Startlinie zustehen, das Gedränge und leichte Geschupfe am Start habe ich vermisst. Mit einer Zeit von 34:37 lief ich neue Persönliche Bestzeit.
Trainingslager 20.08.2021
Um mich Optimal auf meine nächsten Rennen vorzubereiten habe ich in der Höhe von St. Moritz ein zweiwöchiges Trainingslager absolviert.
In der Ersten Woche hatte ich 170 Laufkilometer und etwas über 15 Trainingsstunden (inklusive Kraft ect.). In der Zweiten Woche waren es 146 Laufkilometer und 13 Trainingsstunden. Da ich in der Zweiten Woche zwei sehr lange und Intensive Trainings hatte war der Wochenumfang etwas geringer da ich mehr Erholungszeit brauchte.
Ich habe diese Woche eine Erholungswoche um mich vom vielen Training zu erholen. Nächste Woche ist Taperingwoche das heisst ich bereite mich mit spezifischen Trainings und einem geringen Wochenumfang auf den 10km am Samstag vor.
Leistungsdiagnostik 31.07.2021
Bei meinem neuen Partner Tricademy School of Movment habe ich am Freitag eine Leistungsdiagnostik durchführen lassen.
Damit ich heute mit den neusten Daten bezüglich Trainingsbereiche und Fitnesslevel nach St. Moritz ins Trainingslager fahren konnte.
Trainingseinheit des Monats 06.06.2021
Nach einem schlechten Bahntraining am Mittwoch musste ich zwei lockere Trainingstage einschieben um mich zu erholen. Denn die nächste harte Einheit stand am Samstag bereits wieder an.
Das Programm war 2x4.5km @3:31min/km mit 3min Pause und danach ging es auf die Bahn für einen 300m in 45s (2:30min/km). Die 45s sind für mein persönlicher Erfolg, da ich dies ohne Nagelschuhe erreicht habe und zuerst skeptisch war als mir mein Trainer diese Zeit vorgab.
Dank diesem Erfolg, war dies das beste Training des Monats Mai und es ist immer wieder ein gutes Gefühl von sich selbst überrascht zu werden.
Back on Track 15.05.2021
Am Montag bekam ich eine WhatsApp-Nachricht von meinem Trainer in dem er schrieb, das ich die Möglichkeit hätte am Samstag einen 5000m in Schaffhausen zulaufen. Natürlich habe ich sofort zugesagt.
Ich habe seit 230 Tagen kein Rennen mehr bestritten, weshalb ich endlich wider an einer Startline stehen wollte. Ich konnte es kaum abwarten endlich zu zeigen, für was ich die letzten Monate trainiert habe.
Schon beim Einlaufen wurde mir klar das die Windverhältnisse ein schnelles Renne unmöglich machen würden. Aus diesem Grund hat mein Trainier mir 79s/400m Runden vorgegeben was einer Endzeit von 16:27min bedeutet hätte. Kurz nach dem Start hat sich eine Dreiergruppe mit mir und zwei Schaffhauser Athleten gebildet.
Nach ca. drei Runden wurde einer der Schaffhauser langsamer. Um eine möglichst schnelle Zeit zulaufen haben wir uns die Führungsarbeit geteilt und in jeder Runde die Führung abgewechselt, damit wir im Gegenwind Kräfte sparen konnten. Nach 3600m musste ich den Lokalmatador ziehen lassen. Die letzten 4 Runden konnte ich die Pace nicht mehr halten und somit war eine Zeit unter 16:30 heute leider nicht möglich.
Dennoch bin ich zufrieden mit meinem Rennen, es hat mir viel Spass gemacht und ich bin Dankbar das ich die Möglichkeit bekommen habe an diesem Rennen teilzunehmen.
Somit habe ich meine 5000m Bestzeit von 16:51 auf 16:36min verbessert.
10km Testlauf 25.04.2021
Um meine aktuelle Form zu testen habe ich am 25. April 2021 einen 10 km Testlauf auf der grossen Allmend in Frauenfeld absolviert. Meine Zeit betrug dabei 34 Min. und 24 s., was eine Steigerung von 17 s. zum Resultat der 10'000m SM 2020 bedeutet.
Obwohl ich mir eine grössere Steigerung erhofft hatte bin ich dennoch zufrieden mit meiner Leistung. Insbesondere weil ich Mühe hatte den Laufrhythmus zu finden, meine Trainingspartner kurzfristig absagen mussten und Wind herrschte.
Zusammenfassend hat mir dieser Testlauf gezeigt, dass ich in guter Form und trotz aller Umstände deutliche Fortschritte gemacht habe.